Tassen mit Logo gravieren: Wann sich die Lasergravur lohnt
Ein Logo muss auffallen, heißt es. Das stimmt zwar, aber auffallen und laut sein sind zwei verschiedene Dinge.
Es gibt einen Weg, ein Firmenlogo auf eine Tasse zu bringen, der ganz ohne Farbe auskommt. Das Motiv wird nicht aufgedruckt, sondern in die Oberfläche eingearbeitet. Man sieht es erst auf den zweiten Blick, und man kann es fühlen.
Die Rede ist von der Lasergravur. Wir drucken seit 2005 im Siebdruck- und Sublimationsverfahren und werden regelmäßig gefragt, ob sich eine gravierte Tasse lohnt. Die ehrliche Antwort: ab der richtigen Menge ja, darunter nicht. Woran das liegt, klären wir hier.
Das Wichtigste in Kürze
Was bei einer Lasergravur passiert
Eine Gravur ist kein Druckverfahren. Der Laser trägt die Glasur an den Stellen ab, an denen Ihr Motiv sitzt. Darunter kommt der Scherben zum Vorschein, also der gebrannte Körper der Tasse selbst.
Dieser Scherben ist matt, während die umgebende Glasur glänzt. Aus diesem Unterschied entsteht das Bild. Nicht aus Farbe, sondern aus Licht und Struktur.
Deshalb sieht eine Gravur je nach Betrachtungswinkel anders aus. Im direkten Frontallicht verschwindet sie fast, bei seitlich einfallendem Licht tritt sie deutlich hervor. Und sie ist fühlbar: Wer mit dem Daumen darüberstreicht, spürt die Kante.
Graviert wird ausschließlich außen, und zwar innerhalb der Fläche, die bei jedem Becher als Gravurfläche ausgewiesen ist. Die Innenseite, der Henkel und der Boden bleiben unberührt.
Welche Becher sich gravieren lassen
Die Lasergravur ist nicht auf einzelne Modelle beschränkt. Von minimalistischen, matten Bechern bis zum schimmernden Porzellan lässt sich nahezu das gesamte weiße Sortiment gravieren – beim Hersteller sind über 99 Prozent der Produkte dafür freigegeben.
Gerade mattweiße Keramik spielt dabei ihre Stärke aus. Auf ihrer ruhigen Oberfläche kommt jede Linie zur Geltung, ohne dass Reflexe das Motiv überlagern.
Der Laser reproduziert auch feine Konturen sauber. Was dabei entsteht, ist mehr als ein Bild: Die abgetragene Fläche liegt tiefer als die Glasur ringsum, und dieser kleine Höhenunterschied erzeugt einen dreidimensionalen Eindruck. Man sieht ihn, und man ertastet ihn mit dem Daumen.

Was Ihr Logo mitbringen muss
Eine Gravur verzeiht weniger als ein Druck. Deshalb lohnt der Blick auf die Daten, bevor Sie anfragen.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Logo geeignet ist: Schicken Sie es uns. Unsere erfahrenen Designer beraten Sie gerne in allen Fragen rund um die Druckdaten und sagen Ihnen ehrlich, wenn ein Druck das bessere Ergebnis bringt.
Menge, Zeit und Muster
Wann wir Ihnen von einer Gravur abraten
Wir empfehlen das Verfahren nicht bei jedem Projekt. In diesen Fällen ist es die falsche Wahl:
Der Vorteil, der über Jahre bleibt
Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass die meisten Reklamationen bei Werbeartikeln nicht am ersten Tag entstehen, sondern nach dem dreißigsten Spülgang.
Genau hier spielt die Gravur ihren Vorteil aus. Es gibt keine Farbschicht, die sich lösen könnte, und keine Kante, an der ein Aufdruck anfängt sich abzureiben. Die Gravur ist abriebfest, chemikalienbeständig und hält auch dem Betrieb in Industriespülmaschinen stand.
Eine gravierte Tasse sieht nach zwei Jahren Büroalltag noch so aus wie am ersten Tag. Sie macht einen soliden Eindruck, ohne sich aufzudrängen, und vermittelt wortlos ein gutes Gefühl für die Marke dahinter.

Weiße Becher, die sich gut gravieren lassen
Gravuren wirken am besten auf ruhigen, hellen Oberflächen. Diese Modelle aus unserem Sortiment sind dafür besonders dankbar:
Häufige Fragen zur Lasergravur auf Tassen
Ist eine gravierte Tasse spülmaschinenfest?
Ja. Da keine Farbe aufliegt, gibt es nichts, was sich ablösen könnte. Die Gravur ist abriebfest und hält auch häufigem Spülen in Industriespülmaschinen stand. Geprüft wird die Spülmaschinenbeständigkeit nach DIN EN 12875.
Geht die Lasergravur auch auf farbigen Bechern?
Nein. Das Verfahren braucht weiße Ware. Der sichtbare Effekt entsteht aus dem Unterschied zwischen glänzender Glasur und mattem Scherben darunter, und dieser Kontrast fehlt bei farbigen und dunklen Bechern.
Ab welcher Menge kann ich gravieren lassen?
Ab 72 Stück. Unterhalb dieser Menge ist der Sublimationsdruck aus unserer eigenen Produktion der günstigere und schnellere Weg, dort liefern wir bereits ab 12 Stück.
Welche Datei brauchen Sie für eine Gravur?
Am besten eine Vektordatei als AI, EPS oder PDF. JPG und PNG nehmen wir ebenfalls an, das Motiv muss dann sauber freigestellt und ausreichend groß sein. Achten Sie auf mindestens 0,2 mm Liniendicke und 4 Punkt Schriftgröße.
Wie lange dauert eine Gravur?
Fünf Werktage nach Ihrer Druckfreigabe, zuzüglich Versand. Wenn es schneller gehen muss, ist auf Anfrage eine Produktion innerhalb von 24 Stunden gegen Aufpreis möglich.
Bekomme ich vorab ein Muster?
Auf Wunsch gravieren wir Ihnen ein Muster. Das ist mit einem Aufpreis verbunden und verlängert die Lieferzeit, gibt Ihnen aber die Sicherheit, das Ergebnis vor der Auflage in der Hand gehabt zu haben.
Sprechen Sie mit uns über Ihr Motiv
Ob Gravur oder Druck: Wir sagen Ihnen, was mit Ihrem Logo möglich ist.
Lesetipps
Quellen und weiterführende Informationen:








